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Unsere Geschichte

Gartenbau seit 1940

Gründung

Unsere Gärtnerei wurde in den 1940er Jahren von Rudolf Schellheimer gegründet. Das Gelände war damals noch am Ortsrand von Wildpoldsried gelegen und befand sich auf einer ehemaligen Kiesgrube umgeben von Weideflächen für Schafe und Ziegen. In mühevoller Handarbeit musste das steinige und lehmige Gelände mit Schaufel und Schubkarre in anbaubaren und fruchtbaren Boden verwandelt werden. Nach einigen Jahren harter Arbeit konnte die Familie von den Erträgen in einfachen Verhältnissen leben.

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Mit dem Fahrrad auf den Markt

Die angebauten Waren wurden bereits damals wie auch heute noch, gut 70 Jahre später, auf dem Kemptener Wochenmarkt verkauft. In den ersten Jahren fuhr Rudolf Schellheimer die Waren noch selber mit dem Fahrrad die rund 10 km lange Strecke von der Gärtnerei zum Markt.

Biopioniere

1978 wurde die Gärtnerei an Sohn Gert und seine Frau Susanne übergeben. Neben der Kultivierung von Stauden und Schnittblumen fingen die beiden mit dem Anbau von Biogemüse an. Sie waren ihrer Zeit weit voraus – das Biogemüse wollte damals jedoch noch kaum jemand kaufen.

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1300

m² Gewächshausfläche

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75

Jahre Gärtnerei

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40

Jahre Bio-Pioniere

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100

Einkäufe in einem Auto

Biovisionäre seit 1978

Ein Gespräch mit Susanne und Gert Schellheimer

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Wie seid ihr Biogärtner geworden?

Spritzungen, Bodenentseuchung, Schädlingsbekämpfungsmittel und so weiter war Alltag. Ungefähr einmal pro Woche. Es war vorherrschende Meinung, dass man Pflanzen gar nicht anders anbauen kann.

Wir waren eine junge Familie. Uns beschäftigte sehr, dass Kinder, die bei den Eltern während der Arbeit in der Gärtnerei dabei sind, nicht in der Erde spielen können. Das war für uns der Auslöser, keine Schädlingsbekämpfungsmittel mehr zu benutzen.

Wie ging es dann weiter?

Es war alles andere als leicht. Wir bekamen massive Probleme mit Schädlingen und haben gesehen, in was für einem Zustand die Böden waren. Wir hatten auch noch keine richtige Kompostwirtschaft. Unser Gemüse sah im Vergleich zum Gedüngten und Gespritzten mickrig aus und kaum einer wollte es kaufen.

Wir hatten auch nicht die Möglichkeit, mit jemandem darüber zu sprechen – es gab zu der Zeit bei uns fast niemanden, der so anbaute.

Aber irgendwann wurde die Akzeptanz für Bio doch größer?

Ja. Über diverse Lebensmittelskandale in dieser Zeit kam nach und nach immer mehr ins Bewusstsein der Menschen, dass die Nahrung belastet sein kann. „Fleisch, Eier, Gemüse, man traut sich ja gar nichts mehr zu essen, alles kann ja mit irgendwas vergiftet sein“. So nahm die Nachfrage an Biolebensmitteln langsam zu.

Wir waren immer ein gemischter Betrieb vorwiegend mit Stauden, Zierpflanzen und Blumen, also eher wenig Lebensmitteln. Die Menschen auf dem Markt haben uns ausgelacht, dass wir Blumen biologisch anbauen wollen. „Ja, wenn man das noch essen könnte, aber für Blumen so ein Aufwand?“ Auch gab es kein Verständnis, dass wir das Ganze nicht zielgerichtet auf Ertrag machten. Aber was bedeutet biologisch anbauen denn? Uns ging es darum, das Land und den Boden als Ganzes so zu pflegen, dass darauf etwas Gesundes im Einklang mit der Natur wachsen kann.

Seit wann seid ihr eine Demeter Gärtnerei?

Wir haben uns seit Beginn der 80er Jahre intensiv mit biologisch dynamischer Anbauweise beschäftigt und bald immer mehr davon in unsere Arbeit übernommen. Dem Verband sind wir lange Zeit nicht beigetreten, weil wir dachten, wir entsprechen noch gar nicht dem Demeter-Standard. Wir haben aber immer so gewirtschaftet, unsere Kunden wussten das und haben uns vertraut. Es braucht Jahre, bis man den Boden soweit hat. Eigentlich hat die Umstellung auf biologisch dynamischen Anbau über 30 Jahre gedauert, deshalb haben wir uns erst 2007 Demeter-zertifizieren lassen, als wir einen neuen und jüngeren Kundenkreis hatten und die offizielle Zertifizierung für eine Demeter-Gärtnerei im Allgäu einen deutlich höheren Stellenwert bekam.

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